Reformatorinnen.Seit 1517

Am Dienstag, 4. Juli 2017, wollen wir mit
einer Gruppe Interessierter nach Kamp-
Lintfort fahren, die Ausstellung „Reformato-
rinnen. Seit 1517“ besuchen, Spazierengehen,
Kaffee trinken – einen schönen gemeinsamen
Nachmittag miteinander verbringen.
Los geht es um 14 Uhr an der Friedenskirche,
An der Evangelischen Kirche 23.
Wir fahren in Fahrgemeinschaften mit Privat-
PKWs. Die Ausstellung ist kostenfrei.
Um den Ausflug koordinieren zu können, wird
um Anmeldung gebeten im Gemeindebüro,
Andrea Esser, Tel.: 1754 bzw. andrea.esser@
ekir.de oder bei Pfarrerin Münzenberg, Tel.: 2552
bzw. pfarrerin.muenzenberg@gmail.com.
Barbara Münzenberg
Federführend während der Reformation waren verschiedene Männer,
die darunter litten, dass sich im kirchlichen Leben und Glauben Glaubenssätze und Prak-
tiken breitgemacht hatten, die nicht mehr mit der Botschaft von der freien göttlichen
Gnade für alle Menschen übereinstimmten, wie sie im Neuen Testament zu finden ist.
War die Reformation somit Männersache?
Keineswegs. Denn auch Frauen haben sich in ihrem Lebensumfeld mutig und aktiv in den
Dienst der Reformation gestellt. Sie haben ihren Teil dazu beigetragen, dass eine Erneu-
erung der Kirche möglich wurde.
Bisher hat man die Frauen der Reformation kaum beachtet. Dennoch kommen sie vor:
– als Ehefrauen und Töchter von Reformatoren, die den Kindern Luthers Abendsegen
oder dem Gesinde den Heidelberger Katechismus nahebrachten
– als Gesprächspartnerinnen und Predigerinnen, die ihre theologische Meinung äußerten,
auch wenn man ihnen meist mit Spott und Hohn antwortete
– als Landesmütter, die ihren Einfluss auf ihre Ehemänner oder Söhne geltend machten,
damit sich die Botschaft von der Erlösung allein aus Gnade in ihrem Regierungsgebiet
ausbreiten und Menschen aller gesellschaftlichen Schichten erreichen konnte
– als Liederdichterinnen, die Trost und Zuspruch in Verse fassen konnten zu einer Zeit,
als sich die Evangelische Kirche konsolidiert und Frauen wieder aus der aktiven Mitarbeit
verbannt hatte.
An die Rolle dieser unerschrocken auftretenden Frauen, die seit 500 Jahren das Gesicht
dieser Kirche prägen und die ihren Beitrag zur Reformation geleistet haben, erinnert
eine Ausstellung der Landeskirche. Sie trägt den Titel
„Reformatorinnen. Seit 1517“und ist in der Kreuzkirche Kamp-Lintfort
vom 01. bis 14. Juli 2017 zu sehen.