Vorträge und Diskussionen

Die Menschen werden älter, viele müssen
sich mit den Folgen chronischer Erkrankungen
und daraus resultierender Pflege- und
Hilfsbedürftigkeit auseinandersetzen. Dabei
werden Sterben und Tod erst in der Finalphase
thematisiert und aus der Tabuzone
herausgeholt. Möglicherweise erst dann,
wenn die Selbstbestimmung nicht mehr
vollständig zum Ausdruck gebracht werden
kann und Wünsche nach einem würdevollen
Tod im Zustand des vollständigen Kraftverlustes
nicht mehr artikuliert werden können.
Im Zeitalter eines rasanten medizinischen
Fortschrittes wird es immer wieder gelingen,
„dem Tod ein Schnippchen zu schlagen“. Dem
Leben können Tage und Wochen hinzugefügt
werden, aber um welchen Preis?
Die Frage, wie die letzte Zeit des Lebens gestaltet
werden soll, ist von jedem persönlich
zu beantworten, stellt aber zunehmend eine
gesellschaftliche Herausforderung dar und
muss von Politik, Kirche und Berufsverbänden
diskutiert und beantwortet werden.
Wir haben zu dieser Thematik einen Themenabend
geplant und wollen in kurzen Statements
die Meinungen von Sachverständigen
einholen, die anschließend von den Zuhörern
diskutiert werden sollen. Vortragende sind
Vertreter der Kirchen, der Politik sowie Sachverständige,
die seit Jahren Sterbebegleitung
durchführen.